Flinta*-Impressionen zu Maibeginn

Die Spitze der Demonstration „Freiheit statt Patriarchat, Kapitalismus & Egoismus – Heraus zum anarchistischen 1. Mai“ in Dortmund am letzten Samstag bestand aus einem eigenen (feministischen) Block für FLINTA*- (FrauenLesbenInterNichtbinäreTransAgender*-)Personen. Wie der Kapitalismus durchdringe auch das Patriarchat jede Sphäre des alltäglichen Lebens, hatte es im Aufruf geheißen.

Die Demonstration verlässt den Westpark
Die Demonstration verlässt den Westpark

Teilgenommen haben an dem 1.-Mai-Protest nach Angaben der Veranstalter*innen bis zu 800 Menschen, was unterwegs sicher eine realistische Zahl war, auch wenn es am Schluss wieder weniger geworden waren. Hier folgen nun einige Bildeindrücke von der Aktion.

Im Westpark wurde während des Auftakts unter anderem ein Beitrag über feministische Elternschaft und die geschlechtliche Verteilung der Reproduktionsarbeit gehalten; während der Zwischenkundgebung an der Katharinentreppe am Hauptbahnhof kündigte eine Initiative aus Bochum eine (wegen der auch auf der Demonstration viel kritisierten Ausgangssperre verschobene) Aktion „Take back the night“ an.
Die vom Lautsprecherwagen in der Demonstrationsmitte kommenden Durchsagen hatten allerdings doch die Tendenz, alles unter „Klassenkampf“ zu subsumieren, auch wenn sich Unterdrückungsverhältnisse allgemein nicht einfach auf eine „Spaltung der Arbeiter*innenklasse“ verkürzen lassen (aber es war nun auch der traditionelle Tag dafür).

Übrigens hatten sich die Veranstalter*innen zuvor gerichtlich gegen das Demonstrationsverbot wehren müssen, das von der Stadt Dortmund seit längerem automatisch verhängt wird – um es ausgerechnet mit dem mangelnden Infektionsschutz bei Aktionen der rechten, sogenannten Querdenker-Bewegung zu begründen. Daneben waren die Teilnehmer*innen draußen (und maskiert) zudem besser aufgehoben: Es bestünde Einigkeit unter Expert*innen, „dass es sehr unwahrscheinlich ist, sich im Freien anzustecken“, meldeten erst kürzlich die Medien. Hier also nachträglich: Gratulation! zu dem erfreulichen Erfolg vor dem Verwaltungsgericht.

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