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Frauen in Saudi-Arabien fahren weiter: Letzte Woche Mittwoch wurde in der Stadt Jeddah Najla Hariri kurzeitig festgenommen, da sie sich über das Frauenfahrverbot hinweggesetzt hatte. Seit Mitte Mai sei sie, bisher ungestört, mehrmals in Jeddah umhergefahren. Sie habe auch nun keine Erklärung unterschrieben, dass sie zukünftig nicht mehr Auto fahren dürfe, wie häufig von am Steuer festgenommenen Frauen verlangt. Im Mai war eine berufstätige Mutter aus der saudischen Ostprovinz mehrere Tage inhaftiert worden, nachdem sie sich am Steuer hatte filmen lassen und das Video ins Internet gestellt hatte.

Mittlerweile gibt es eine Reihe von YouTube-Videos (wie hier), in denen Frauen in Saudi-Arabien am Steuer eines Autos sitzen. Tatsächlich gibt es in Saudi-Arabien kein Gesetz, das Frauen das Autofahren verbietet, sondern das Verbot wird mit „Traditionen des Königreichs“ begründet. Die protestierenden Frauen wollen eine ausdrückliche ‚Fahrerlaubnis’.

Ebenfalls geht es den Frauen in Saudi-Arabien nicht nur um das Fahrverbot. „Die Arbeitslosenquote für Frauen beträgt über 28 %, die Mehrheit dieser arbeitslosen Frauen hat einen Hochschulabschluss“, schreibt die Bloggerin Eman Al Nafjan. „Seit Jahren behaupten sie, Frauen seien wie Kinder, man müsse sie beschützen. Dabei gibt es immer noch kein Gesetz, das die Kinderehe verbietet!“, sagte sie in einem Telefongespräch mit der Schweizer Wochenzeitung. Vieles ist ohne Erlaubnis oder Begleitung eines männlichen Vormunds nicht möglich.

So gibt es neben verschiedenen Facebook-Seiten zur Unterstützung der Kampagne gegen das Fahrverbot ebenfalls eine, die zu einer Saudi Women Revolution aufruft.

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