Täglich mehr Zumutungen

Besonders Personen in ohnehin prekären Lebenslagen wird zurzeit ständig vorgehalten, sie kosteten zu viel – als Gepflegte1Simone Schmollack: Pflegegrad 1 soll abgeschafft werden. Dann müssen (wieder) die Frauen ran, die tageszeitung, 03.10.2025, https://taz.de/Pflegegrad-1-soll-abgeschafft-werden/!6114959/; Elisabeth Hussendörfer (Interview mit Ajla Crnalic): Pflegegrad 1 zusammenstreichen? „Dann wird es in Häusern öfter anfangen zu stinken“, FOCUS online, 15.10.2025, https://www.focus.de/politik/pflegegrad-1-abschaffen-dann-wird-es-in-haeusern-oefter-anfangen-zu-stinken_16c7d84d-1c09-4893-92bd-00474ca9ca62.html; „Putzen ist keine Physiotherapie“ – Patientenschützer empört über Haushaltshilfe-Debatte (KNA/krö), Welt, 08.11.2025, https://www.welt.de/politik/deutschland/article690f38622e71575527eee078/fuer-pflegegrad-1-putzen-ist-keine-physiotherapie-patientenschuetzer-empoert-ueber-haushaltshilfe-debatte.html., Menschen mit Behinderung2Carmen Mörwald: Merz nach Aussage unter Beschuss: „Schlag ins Gesicht für Menschen mit Behinderung“, Frankfurter Rundschau, 27.06.2026, https://www.fr.de/verbraucher/merz-nach-aussage-unter-beschuss-schlag-ins-gesicht-fuer-menschen-mit-behinderung-93804685.html; Katja Thorwarth (Interview mit Beata Ackermann): „Grundrechte der Menschen werden zum Kostenfaktor und Luxusgut“, Frankfurter Rundschau, 19.12.2025, https://www.fr.de/politik/grundrechte-der-menschen-werden-zum-kostenfaktor-und-luxusgut-94088721.html., Bezieher*innen von Bürgergeld3Neue Grundsicherung: Sozialverbände warnen vor Wohnungslosigkeit durch Bürgergeldreform (DIE ZEIT, KNA, epd, ljk), DIE ZEIT, 21.10.2025, https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-10/buergergeld-reform-grundsicherung-sozial-offener-brief; Rainer Rutz/David Hinzmann: Abschaffung des Bürgergelds. Noch mehr Härten, noch mehr Demütigungen, die tageszeitung, 15.01.2026, https://taz.de/Abschaffung-des-Buergergelds/!6145563/. (demnächst Grundsicherungsgeld), dabei besonders Migrant*innen aus Südosteuropa4Stolipinovo in Europa e. V./Netzwerk Europa in Bewegung: Offener Brief an Bundesministerin Bärbel Bas, Stolipinovo in Europa, 27.10.2025, https://stolipinovoeuropa.org/wp-content/uploads/2025/10/Offener-Brief-Baerbel-Bas-EU-Migration-271025.pdf; ak-Redaktion: »Wir fordern Sie auf, den Blick umzudrehen«, analyse & kritik, 18.11.2025, https://www.akweb.de/bewegung/die-buergergeld-debatte-ist-rassistisch-und-antiziganistisch/., Rentner*innen5Ulrike Hermann: Der doppelte Irrtum der Jungen Union. Renten lassen sich nicht kürzen, die tageszeitung, 16.11.2025, https://taz.de/Der-doppelte-Irrtum-der-Jungen-Union/!6126226/; CDU-Wirtschaftsrat fordert Steuersenkungen und weniger Sozialausgaben (DIE ZEIT, Reuters, AFP, sbo), DIE ZEIT, 01.02.2026, https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/wirtschaftsrat-cdu-agenda-fuer-arbeitnehmer-gxe.… – sie seien zu faul, bequem und anspruchsvoll. Kanzler Merz‘ Beschwerde über die telefonische Krankmeldung bzw. den Krankenstand (hauptsächlich durch die jetzt vollständigere elektronische Erfassung erhöht)6Astrid Halder: Telefonische Krankschreibungen schuld an hohem Krankenstand?, BR24, 21.01.2026,https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/streit-um-telefonische-krankschreibung-chance-fuer-blaumacher-oder-nicht-wer-hat-recht,V8x3Iz1. folgte die angebliche Lifestyle-Teilzeit: Nur Beschäftigten mit besonderer Begründung, wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildung, sollte dem CDU-Wirtschaftsflügel zufolge Teilzeitarbeit künftig genehmigt werden.7Meike Föckersperger/Arno Trümper: Teilzeitdebatte: „Das hat nichts mit Lifestyle zu tun“, BR24, 27.01.2026,  https://www.br.de/nachrichten/bayern/lifestyle-teilzeit-empoerung-ueber-cdu-vorstoss,V9UirF3; Julia Hanigk: „Es wird einen Grund haben“: Teilzeit-Debatte trifft auf harsche Kritik, Frankfurter Rundschau, 30.01.2026,https://www.fr.de/wirtschaft/es-wird-einen-grund-haben-teilzeit-debatte-trifft-auf-harsche-kritik-zr-94147573.html. Müssen unbezahlt Care-Arbeitende dann demnächst eine Befreiung von der Vollzeitpflicht beantragen und muss dazu die Verwandtschaft mit den Betreuten nachgewiesen werden? Es könnte sich schließlich (verwerflicherweise) nicht einmal um die eigene handeln, sondern die von Lebenspartner*in, Freund*in, … .
„Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können“, hatte Bundeskanzler Merz letztes Jahr längst Vorarbeit geleistet.8Merz kritisiert Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance: „Wir müssen in diesem Land wieder mehr arbeiten“ (dpa), Tagesspiegel, 14.05.2025, https://www.tagesspiegel.de/politik/merz-kritisiert-vier-tage-woche-und-work-life-balance-wir-mussen-in-diesem-land-wieder-mehr-arbeiten-13687588.html. Obwohl schon in Hard Times, einem Roman von 1854, Schriftsteller Charles Dickens an ähnlichen Vorstellungen kein gutes Haar ließ: Cili, Tochter eines armen alleinerziehenden Zirkusartisten, beantwortet dort die Frage ihres Schullehrers, ob eine Nation, die „an Geld fünfzig Millionen“ besitze, denn nicht glücklich sei, sie könne das nicht wissen, „bis ich wüßte, wer denn eigentlich das Geld hätte und ob etwas davon mein wäre“.9Charles Dickens: Schwere Zeiten (übersetzt von Carl Kolb), Projekt Gutenberg, https://projekt-gutenberg.org/authors/charles-dickens/books/schwere-zeiten/chapter/11/. Also, wessen Wohlstand?

Auf einer Mauer steht, „Her mit dem schönen Leben! Für Alle“ und vor der Mauer ist Sandstand zu sehen.

„Die Feminisierung von Armut steht außer Frage“, schrieb in der analyse & kritik Hêlîn Dirik. „[…] Frauen werden oft unter- oder gar nicht bezahlt, sind häufiger prekär und atypisch beschäftigt und besonders von Altersarmut bedroht.“10Hêlîn Dirik: Geächtet, dämonisiert, mittellos, analyse & kritik, 18.06.2024, https://www.akweb.de/ausgaben/705/geaechtet-daemonisiert-mittellos-frauen-und-queers-leben-oft-in-armut/. Das Wirtschaftscredo lautet zwar, alle sollten und könnten sich in gleicher Weise durch Erwerbsarbeit erhalten, aber tatsächlich sind Ungleichheiten – wie Geschlechterungleichheit einschließlich geschlechtlicher Aufgabenzuschreibung – gerade unter neoliberalen Bedingungen Profitressourcen: Zum Beispiel werden jährlich zig Milliarden Stunden an unentlohnter Care-Arbeit vor allem von Frauen* geleistet.11MDR Aktuell: Frauen leisten jährlich 72 Milliarden Stunden unbezahlte Arbeit, MDR, 28.02.2024, https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/care-arbeit-frauen-haushalt-familie-verteilung-100.html; Pressemitteilung: Neue Studie des WSI: Erwerbstätige Frauen leisten im Mittel acht Stunden mehr unbezahlte Arbeit pro Woche als Männer, Hans-Böckler-Stiftung, 05.09.2024, https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-erwerbstaetige-frauen-leisten-mehr-unbezahlte-arbeit-als-maenner-63173.htm.

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Kein Film, um sich wohlzufühlen

Würde der Film Die Stimme von Hind Rajab1Filmkritiken im NDR, in DerStandard, auf Kino-Zeit von Regisseurin Kaouther Ben Hania wirklich den Oscar – offiziell der Academy Award of Merit – in der Kategorie Bester Internationaler Film gewinnen, für den er nominiert ist, wäre sie in dieser Kategorie (erst) die vierte Regisseurin* und gleichzeitig die erste nichteuropäische Gewinnerin*. (Die erste Regisseurin in der damals noch Bester fremdsprachiger Film – Best Foreign Language Film – genanten Kategorie war 1996 die Niederländerin Marleen Gorris.) Und es ist immerhin die 98. Oscar-Verleihung, die am 15. März 2026 in Los Angeles stattfinden soll. Die tunesische Drehbuchautorin und Regisseurin Ben Hania erzählt mit dem Film die reale Geschichte der letzten Stunden des fünfjährigen palästinensischen Mädchens Hind Rajab, um dazu beizutragen, „das vorherrschende Narrativ rund um Gaza ein wenig zu verändern. Die Menschen, die dort in den letzten Jahren ihr Leben verloren haben, sind doch kaum mehr als Kollateralschäden.“ Das sollte tatsächlich für keine der Opfer gelten. Erst am Freitag hatte Israels Armee bestätigt, dass sie die Zahlen der Gesundheitsbehörde im Gazastreifen von 70.000 getöteten Palästinenser*innen in Gaza für realistisch hält.270.000 getötete Palästinenser im Gaza-Krieg: Israels Militär bestätigt Opferzahlen von Hamas-kontrollierter Behörde (Reuters), Tagesspiegel, 30.01.26, https://www.tagesspiegel.de/internationales/70000-getotete-palastinenser-im-gaza-krieg-israels-militar-bestatigt-opferzahlen-von-hamas-kontrollierter-behorde-15201856.html.

In dem hier gekürzt wiedergegebenen Interview spricht Filmemacherin Kaouther Ben Hania mit der Frankfurter Rundschau3Patrick Heidmann (Interview mit Kaouther Ben Hania): Trotz heftiger Kritik: Regisseurin verteidigt Originalaufnahmen von Hind, Frankfurter Rundschau, 29,01.26, https://www.fr.de/zukunft/storys/kultur/trotz-heftiger-kritik-regisseurin-verteidigt-originalaufnahmen-von-hind-94145960.html. über ihr Gefühl der Hilflosigkeit, Kritiken und andere Reaktionen auf ihre Arbeit.

Kaouther Ben Hania beim 53. International Film Festival Rotterdam, Januar 2024

Kaouther Ben Hania, Rotterdam 2024
(Foto: Vera de Kok, CC BY-SA 4.0)

Frau Ben Hania, Ihr Film „Die Stimme von Hind Rajab“ rekons­truiert die Ereignisse des 29. Januars 2024: Das fünfjährige palästinen­sische Mädchen Hind Rajab überlebte als einzige ihrer Familie einen Angriff der israelischen Armee, steckte über Stunden zwischen den Leichen der anderen in einem Auto fest und hielt per Telefon Kontakt zu Mitarbeitenden der Hilfsorganisation Roter Halbmond. Das Geschehen in deren Büro stellen Sie mittels Spielszenen nach, aber Sie verwenden eben auch die originalen Tonaufnahmen von Hind, die den Tag nicht überlebte. Was sagen Sie zu der Kritik, die letzteres moralisch fragwürdig findet?
Die Tonaufnahmen von Hind gehören zum Schrecklichsten, was ich in meinem Leben je gehört habe. Sie sind kaum auszuhalten. Es war mir ein Anliegen, diese Hör-Erfahrung filmisch festzuhalten, aber natürlich wusste ich, dass ich das überhaupt nur erwägen kann, wenn ich erst einmal mit Hinds Mutter spreche. Und genau das habe ich getan. Sie sagte zu mir, dass es ihr Wunsch sei, dass die Stimme ihrer Tochter gehört und nicht vergessen wird.
… die Vorstellung, Hinds Worte von einer Kinderschauspielerin nachsprechen zu lassen, erschien mir geschmack- und bedeutungslos. Damit hätte ich diesem Mädchen keine Ehre und keinen Respekt erwiesen, so wie seine Mutter es sich wünschte. Wer mir die Verwendung der Aufnahmen vorwirft und sagt, ich hätte unmoralisch gehandelt, will mich zum Schweigen bringen und sträubt sich gegen diesen Film. Ich verstehe es natürlich, wenn man sich unwohl fühlt dabei, die Stimme eines Kindes zu hören, von dem man weiß, dass es am Ende dieses Telefonats nicht mehr lebt. Aber genau deswegen habe ich „Die Stimme von Hind Rajab“ gedreht. Mir ging es nicht darum, dass sich jemand wohlfühlt, denn die Menschen in Gaza fühlen sich auch nicht wohl. …

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Für das kommende Jahr:

Aus einem an Ballons schwebenden Zelt blickt eine gezeichnete Person und winkt.

hochfliegende Pläne (gegen den Zeitgeist verwirklichen)

Mutlu yeni yıllar ▪ كل عام وأنتم بخير ▪ честита Нова година
▪ un an nou fericit ▪ szczęśliwego nowego roku ▪ καλή χρονιά ▪ feliz año nuevo ▪ bonne année ▪ felice anno nuovo
▪ happy new year ▪ ein gutes neues Jahr ▪

Gewalten | Gesellschaftsstrukturen

Mitte letzten Monats, also zum dann gerade bevorstehenden Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen* am 25. November, wurden für das Jahr 2024 die Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ veröffentlicht: Der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zufolge hat die Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in fast allen Bereichen (einmal mehr) zugenommen.1Fachinfo: BMI, BMBFSFJ und BKA veröffentlichen Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ für das Jahr 2024, Der Paritätische, 21,11,2025, https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bmi-bmbfsfj-und-bka-veroeffentlichen-bundeslagebilder-geschlechtsspezifisch-gegen-frauen-gerichtete-straftaten-und-haeusliche-gewalt-fuer-das-jahr-2024/. Fast 266.000 Personen wurden demnach 2024 Opfer sogenannter häuslicher Gewalt, d. h. von Gewalttaten in Beziehungen und/oder Familie; das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Über 70 Prozent der Opfer sind weiblich.2Dazu unter anderem: Patricia Hecht: Polizeiliche Kriminalstatistik. Neuer Höchststand häuslicher Gewalt in Deutschland, die tageszeitung, 21.11.2025, https://taz.de/Polizeiliche-Kriminalstatistik/!6131692/, 266.000 Fälle im Jahr 2024: Polizei verzeichnet erneut mehr häusliche Gewalt – Opfer vor allem Frauen (mit AFP, dpa, epd), Der Tagesspiegel, 21.11.2025, https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/266000-opfer-erneuter-anstieg-hauslicher-gewalt-14906657.html.

Aber das ist längst nicht alles: Nach einer ebenfalls erwähnten Dunkelfeldstudie, die Anfang nächsten Jahres vorgestellt werden soll, werden zurzeit „im Bereich Partnerschaftsgewalt“ unter fünf Prozent aller Taten angezeigt, die anderen blieben „aus Angst, Abhängigkeit oder Scham“ unregistriert.3Opferzahlen steigen: Gewalt gegen Frauen – und was die Politik dagegen tut (dpa), Die Zeit, 21.11.2025, https://www.zeit.de/news/2025-11/21/bundeslagebild-308-frauen-in-deutschland-gewaltsam-getoetet, Ob die Begriffe häusliche Gewalt oder Partnerschaftsgewalt, die in Statistiken schön neutral verwendet werden, hier zur Veränderung beitragen, ist zweifelhaft. Ohnehin ist eine gewöhnliche Vorstellung (weiterhin oder wieder vermehrt), dass es sich um Streitigkeiten im privaten Bereich handelt, und nicht, dass gesellschaftlich ungleiche Geschlechter-/Machtverhältnisse und Strukturen deutlich werden (auch wenn natürlich Männer* und Jungen* auch Opfer werden können und Gewalt nicht auf heterosexuelle Verbindungen beschränkt bleibt). Solche Begrifflichkeiten stellen patriarchale Privatheitsauffassungen (geht andere Personen nichts an) weder infrage, noch rücken sie Strukturen ins Bewusstsein.

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Rosa Parks rebelliert

In Montgomery, Alabama, vor 70 Jahren, am 1. Dezember 1955, wurde Rosa Parks (geboren am 4. Februar 1913 als Rosa Louise McCauley) von der Polizei festgenommen, weil sie sich weigerte, ihren Platz in einem Bus aufzugeben.

Rosa Parks, 1955
Rosa Parks, 1955

Der öffentliche Nahverkehr im US-Bundesstaat Alabama im Süden war segregiert; die vorderen Busplätze waren weißen Fahrgästen vorbehalten, während Schwarze Fahrgäste hinten saßen – und nach einem Kartenkauf beim Fahrer wieder ausstiegen, um hinten einzusteigen – und alle Sitzplätze im Mittelteil der Busse frei machen mussten, falls ein*e Weiße*r dort sitzen wollte. Rosa Parks‘ Festnahme und das folgende Gerichtsverfahren löste einen 381-tägigen Boykott der Busse in Montgomery durch die Schwarze Bevölkerung aus und endete erst nach einer Entscheidung des Supreme Court of the United States (des Obersten Gerichtshofs) im Dezember 1956, die die Segregation in öffentlichen Verkehrsmitteln verbot.

Es werde immer gesagt, sie sei müde gewesen und deshalb nicht aufgestanden, erklärte Rosa Parks später, „aber das stimmt nicht. Ich war nicht körperlich müde, oder nicht mehr als als nach jedem anderen Arbeitstag. […] Nein, ich war es einfach müde, klein beizugeben.

People always say that I didn’t give up my seat because I was tired, but that isn’t true. I was not tired physically, or no more tired than I usually was at the end of a working day. […] No, the only tired I was, was tired of giving in.Rosa Parks: My Story (1992)

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