Geboren vor 85 Jahren: die Schriftstellerin Flora Nwapa

Florence Nwanzuruahu Nkiru Nwapa, in Oguta im Südosten Nigerias vor 85 Jahren geboren – am 13. Januar 1931 – als Autorin unter dem Namen Flora Nwapa bekannt, gilt als „Mutter der modernen afrikanischen Literatur“. Im Jahr 1966 erschien in englischer Sprache ihr Debütroman Efuru (Deutsch: Efuru, Göttingen 1997), der als erster Roman einer Frau aus Westafrika internationale Anerkennung fand und die komplexe Lebenssituation der Igbo-Frauen literarisch darstellte.

Flora Nwapa arbeitete zunächst im Erziehungswesen und später in der staatlichen Verwaltung. Nach der Herausgabe ihres zweiten Romans (Idu, 1970) war sie mit dem Vertrieb ihrer Bücher durch den veröffentlichenden britischen Verlag unzufrieden und gründete 1974 mit Tana Press ihren eigenen Verlag. 1977 folgte mit Flora Nwapa Books ein weiterer Verlag. Neben der Veröffentlichung ihrer eigenen Werke in diesen beiden Verlagen, darunter mehrere Kinderbücher, förderte sie als Verlegerin insbesondere unbekannte afrikanische Autorinnen. „Geboren vor 85 Jahren: die Schriftstellerin Flora Nwapa“ weiterlesen

#BringBackOurGirls

Nigerias Militär hat mittlerweile nach eigenen Angaben Informationen über den Aufenthaltsort der über 200 Schülerinnen, die im April im Nordosten Nigerias von der Boko-Haram-Gruppe entführt wurden und weiterhin festgehalten werden. Allerdings werde die Armee sie nicht mit Gewalt befreien, sagte am Montag Luftwaffen-Marschall Alex Badeh in der Hauptstadt Abuja. Ihr Leben solle nicht in Gefahr gebracht werden. Dass der bisherige Einsatz der nigerianischen Sicherheitskräfte gegen Boko Haram nicht nur Leben gefährdet hat, sondern Hunderte von Menschen das Leben gekostet hat, darüber berichtet die Onlineplattform Pambazuka News. In nur einem Dorf seien 200 Menschen vom Militär getötet worden. Im März waren Amnesty International zufolge nach einem Angriff von Boko Haram auf Kaserne und Gefängnis in Maiduguri (der Hauptstadt des Bundesstaats Borno) mehr als 600 Menschen extra-legal von Sicherheitskräften ermordet worden, „die meisten von ihnen unbewaffnete, geflohene Gefangene“.

Der Ort Chibok, aus dem die Schülerinnen entführt wurden, liegt etwa 130 km von Maiduguri entfernt.

Pambazuka News warnt ebenfalls, dass die Kampagne für die verschleppten Schülerinnen ein Vehikel für eine stärkere westliche Militärpräsenz in Nigeria sein könne. Ähnliche Warnungen wurden nach einem Bericht auf the feminist wire auch Anfang Mai auf einer Kampagnen-Kundgebung in Philadelphia geäußert, bei der Rednerinnen forderten, die Kampagne BringBackOurGirls dürfe keine Militärintervention legitimieren. Bereits für die Intervention in Afghanistan habe die „Rettung der Mädchen und Frauen“ als Vorwand gedient. Die Instrumentalisierung von Geschlechterbildern – bzw. die „Befreiung der afghanischen Frauen“, die als Begründung für die Führung des war on terror auf die Tagesordnung gesetzt wurde – für die Afghanistan-Intervention war auch im damaligen hiesigen Kontext als Kriegslegitimation verwendet worden. „#BringBackOurGirls“ weiterlesen